Ehrungen auf der Jahreshauptversammlung 2020

Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2019 und große Pläne für 2020 Jahreshauptversammlung beim Itzehoer Jugend-Spielmannszuges von 1924 e.V.

 

Die diesjährige Jahreshauptversammlung, als letzte Aktion vor der Virus Zwangspause die auch vor den Spielleuten nicht Halt macht, stand ganz im Zeichen von zahlreichen Ehrungen und großen Plänen für dieses Jahr.

 

Nach einer Gedenkminute für den im letzten Jahr verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Günter Melchior und einem kurzen Rückblick auf sein Wirken im Itzehoer Jugend-Spielmannszug standen die Aktivitäten 2019 und der Ausblick auf das aktuelle Jahr im Mittelpunkt der gut besuchten Jahresversammlung.

 

Das schon länger geplante zweite musikalische Standbein bei den Itzehoer Spielleuten nimmt jetzt konkrete Formen an, wie Gerd Sievers berichten konnte. Im Sängerheim in der Ansgarstr. wurde ein Platz frei, und wir haben jetzt einen Übungsraum in dem das neue Steel Pan Orchester proben kann.

So konnten dann auch Anfang Mai die noch fehlenden Instrumente in Auftrag gegeben werden, damit auch alle jungen Musiker, die bereits in den Startlöchern auf ihre ersten Versuche warteten, in das Orchesterprojekt eingegliedert werden konnten. Bevor es aber im Parterre dunkel wird und der Vorhang auf der Bühne aufgeht und in lebhaftem Licht mehr als ein Dutzend Musiker mit Trommelstöckern auf 25 Stahlfässer schlagen werden wir noch weiter fleißig üben. Wer dann unsere Steel Band zum ersten Mal hört und vor allem sieht, wird noch eine Weile danach verwundert und fasziniert sein. Es ist schwierig, das Repertoire, die Qualität der Kompositionen, das harmonische Gewebe nicht zu genießen. Man sitzt da wie versteinert und versucht, zu begreifen, wie diese Klänge zustande kommen, die aus ganz besonderen Klavieren zu kommen scheinen (nein, natürlich gibt es ein solches Klavier nicht), aus angenommenen Gitarren oder Geigen, und, warum nicht, aus Cellos mit riesiger Stimme, die auf einem dichten, sehr dichten Bass ruhen. Erst wenn der Unglaube vergangen ist, wenn man bereits weiß, dass es wahr ist, dass jene Fässer, die einmal Erdölfässer waren, klingen können wie ein besonderes Sinfonieorchester oder eine alternative Rockgruppe, dann merkt man, dass wir Go West oder den Egyptian Reggae gespielt haben, wusste Gerd Sievers der Versammlung zu berichten, und wir würden uns freuen, wenn wir mit unserem neuen Orchster weitere junge Musikbegeisterte ermutigen können bei uns aktiv mitzuspielen.

 

Ziel ist es im Sommer das erste Konzert zu spielen und dann auch im September in Bad Orb auf dem Blasmusikfest der Jugend Europas mit den neuen Instrumenten vor großem Publikum zu begeistern. Nach der Reise ins Tropical Island und ins weihnachtliche Berlin im letzten Jahr steht dann mit der 15. Teilnahme am Musikfest in Bad Orb auch im aktuellen Jahr wieder ein besonderer Programmpunkt auf der Agenda der Itzehoer Spielleute, der von allen schon mit großer Vorfreude erwartet wird.

 

Mit mehreren Bildern wurden dann die Ehrungen für langjährige Mitglieder umrahmt, auf die man sehr stolz ist und die für die harmonische Gemeinschaft im Verein sprechen.

 

Die Mitgliedschaft im Itzehoer Spielmannszug, wie er damals noch genannt wurde, begann für Wolfgang Hartfeil vor 60 Jahren als Schüler und er ist als passives Mitglied heute immer nach dabei. Und dies sicher nicht von ungefähr, denn schon sein Vater war als Paukenschläger (wie der Mann an der großen Trommel damals genannt wurde) langjähriges Mitglied und so ist es nicht verwunderlich das auch Wolfgang Hartfeil in seine Fußstapfen gestiegen ist und über Jahrzehnte den Itzehoer Jugend-Spielmannszug begleitet.

Nicht nur die Musik wurde von ihm mit Elan betrieben, sondern auch in der Vorstandsarbeit war er tätig, so als Jugendleiter, 2. Stabführer, 2. Kassierer und Ausbilder der Flöter.

 

Auf 40 Jahre aktive Mitgliedschaft kann Susanne Sievers zurückblicken.

Susanne machte ihre ersten Erfahrungen mit dem Spielmannszug bei einer Frankreichreise 1978. Sie fing Feuer für den Spielmannszug und neben dem Flötenspiel ist Susanne auch im Vorstand tätig gewesen und als Bürokraft an der Seite von ihrem Mann aktiv in das Vereinsleben eingebunden. Und in der neuen Steel Pan Band wird auch weiterhin aktiv für Musik in ihrer Freizeit gesorgt sein.

 

Wolfgang und Heidi Meier ermöglichten ihren Kindern die Mitgliedschaft im Spielmannszug und waren kurze Zeit später aktive Mitglieder. Was folgte waren Vorstandsposten und auch nach dem Übergang in die passive Mitgliedschaft sind beide immer noch zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird, was eine besondere Anerkennung verdient und mit der Ehrung für 30 Jahre Mitgliedschaft noch einmal zum Ausdruck gebracht wurde.

 

Und dann konnte auch noch Kay Sievers für 20 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt werden.

Neben der Musik, die Kay im Blut liegt, spielt er nicht nur im Spielmannszug, sondern auch noch in mehreren Orchestern Schlagzeug, standen auch schon vielen Reisen so z.B. nach Bad Orb, oder Begegnungen in England, Frankreich, Italien oder Polen auf der Aktivitätsliste die gemeinsam mit dem Spielmannszug unternommen wurden.

 

Alle Geehrten wurden dann von der 2. Vorsitzenden Franziska Rowedder und vom 1. Vorsitzenden Gerd Sievers mit Urkunden und kleinen Präsenten bedacht.

 

Bei den anstehenden Wahlen wurde Gerd Sievers als erster Vorsitzender in seinem Amt bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Jugendwartin Christine Jarren, der Jugendwart Thorsten Bunck und die Beisitzer Monika Notschewski und Tom Hahnkamm. Als neue Beisitzerin wurde Laura Kohl gewählt, die Aufgabe des turnusmäßig wechselnden Kassenprüfers wurde von Wolfgang Hartfeil übernommen.